• Marco Schütte

Rehe im Nymphenburger Schlosspark in München (Teil II) | Eine Winterpirsch mit der Fujifilm X-T2.

Aktualisiert: 23. Mai 2019



Junger Rehbock Ende Januar im Nymphenburger Schlosspark, Fujifilm X-T2 mit Fuji XF 100-400, 1/80 Sek, f 5.6, ISO 1000, Einbeinstativ.


Rehgeiß Mitte Januar, Fujifilm X-T2 mit Fujifilm XF 100-400, 1/60 Sek, f 5.6, ISO 640, Einbeinstativ.


"Residenzbock" mit nur einer Gehörnstange Anfang Dezember. Die andere Stange wurde kurz zuvor abgeworfen. Ich habe den Bock auf den Namen "Residenzbock" getauft, da er sein Revier in unmittelbarer Nähe des Nymphenburger Schlosses hat. Fujifilm X-T2 mit Fujifilm XF 100-400, 1/40 Sek, f 5.6, ISO 1600, freihand.


Rehbock im zweiten Lebensjahr mit einem einseitigem Spießergehörn, aufgenommen Mitte Dezember. Der andere Spieß wurde bereits abgeworfen, der noch stehende dürfte kurz darauf gefolgt sein. Fujifilm X-T2 mit Fujifilm XF 100-400, 1/40 Sek, f 5.6, ISO 1600, freihand.

In meinem ersten Teil der Blogreihe "Rehwild im Nymphenburger Schlosspark in München" habe ich bereits ein paar Details über die Rehpopulation unweit des Nymphenburger Schlosses in München erzählt. Es handelt sich um eine kleine, aber stabile Population von ca. 30 Rehen, die innerhalb der Schlossmauer auf ca. 180 ha leben. Die Rehe verhalten sich ähnlich scheu wie in freier Wildbahn, akzeptieren aber Spaziergänger, solange diese die ausgewiesenen Wege nicht verlassen.


Der erste Schnee im Nymphenburger Schlosspark Anfang November. Fujifilm Pro-2 mit Fujifilm XF 100-400, 1/125 Sek, f 5, ISO 400, freihand.

Die Aufnahmen im ersten Teil des Blogs sind im Sommer und Herbst 2016 entstanden, als Bäume und Büsche noch belaubt waren. Dieser zweite Teil umfasst Bilder aus den Monaten November bis Januar 2017, als der Wald sich bereits kahl zeigt. Dadurch steigen zwar die Möglichkeiten, Rehwild im Schlosspark zu entdecken, gleichzeitig erhöht sich die Fluchtdistanz der Rehe mangels Deckung aber deutlich, was das Fotografieren erschwert. Sprich, die Rehe halten die Nähe des Menschen schlechter aus und springen früher ab, da sie sich nicht mehr so leicht verstecken können.


Dieser Rehbock trägt Anfang November noch sein "Geweih". Rehböcke werfen ihr Gehörn im November/Dezember eine jeden Jahres ab. Anschließend beginnt das neue Gehörn zu wachsen, welches im Frühjahr verfegt wird. Bis dahin ist das neue Gehörn mit einer durchbluteten Basthaut überzogen. Fujifilm Pro-2 mit Fujifilm XF 100-400, 1/125 Sek, f 5.6, ISO 1600, freihand.


Rehgeiß mit ihrem bereits fast ausgewachsenem Bockkitz Anfang Dezember. Fuji X-T2 mit Fuji XF 100-400, 1/100 Sek, f 5.6, ISO 800, freihand.


Rehgeiß Mitte Dezember. Fujifilm X-T2 mit Fujifilm XF 100-400, 1/55 Sek, f 5.6, ISO 1600, freihand.

Das Fotografieren der Schlossparkrehe ist kein leichtes Unterfangen. Der Unterwuchs des Parks ist meistens so dicht, dass es schwer fällt, die Rehe fotografisch freizustellen. Typischerweise ragen in (fast) jedes Bild Äste und Blätter, was aber sehr gut den Charakter des Lebensraums dieser Rehwildpopulation widerspiegelt.


Rehgeiß auf der Flucht im dichten Schneetreiben Mitte Januar. Fujifilm X-T2 mit Fujifilm XF 100-400, 1/125 Sek, f 5.6, ISO 250, freihand.


Nach dem Schneefall - die Sonne ist zurück, der Hochdruck brachte aber klirrende Kälte bis zu -17 Grad in den Nymphenburger Schlosspark. Fujifilm X100T, 1/2000 Sek, f 4.5, ISO 400, freihand.


Junger Rehbock an einer aufgelassenen Fütterung Ende Januar. Früher wurde das Rehwild im Schlosspark gefüttert. Das in den Fütterungen vorhandene Heu verrottet aber seit Jahren vor sich hin. Fujifilm X-T2 mit Fujifilm XF 100-400, 1/60 Sek, f 5.6, ISO 500, Einbeinstativ.


Älterer Rehbock Ende Januar, mit bereits hoch geschobenem Gehörn. Deutlich ist die Basthaut zu erkennen. Fujifilm X-T2 mit Fujifilm XF 100-400 mit 1.4x Konverter, 1/125 Sek, f 8, ISO 2000, Einbeinstativ.


Letzter Tag im Januar 2017, starkes Tauwetter hat begonnen. Der große See ist noch zugefroren, im Hintergrund der Monopteros im Nymphenburger Schlosspark. Fujifilm X-T2 mit Fujifilm XF 100-400, 1/180 Sek, f 5.6, ISO 250, Einbeinstativ.


Rehgeiß im Stangenholz. Fujifilm X-T2 mit Fujifilm XF 100-400, 1/200 Sek, f 5.6, ISO 1200, Einbeinstativ.


Zwei Kitze aus dem Vorjahr, aufgenommen Ende Januar. Fujifilm X-T2 mit Fujifilm XF 100-400, 1/80 Sek, f 5.6, ISO 1000, Einbeinstativ.


Jüngerer Rehbock Ende Januar. Fujifilm X-T2 mit Fujifilm XF 100-400, 1/80 Sek, f 5.6, ISO 1000, Einbeinstativ.


Selbiger Rehbock von der Seite. Fujifilm X-T2 mit Fujifilm XF 100-400, 1/80 Sek, f 5.6, ISO 1250, Einbeinstativ.


Rehgeiß im Regen. Fujifilm X-T2 mit Fujifilm XF 100-400, 1/200 Sek, f 5.6, ISO 1600, Einbeinstativ.


Bockkitz vom Vorjahr. An der viereckigen Stirn lässt sich erkennen, dass es sich um ein männliches Stück handelt, das angefangen hat, sein Gehörn zu schieben. Fujifilm X-T2 mit Fujifilm XF 100-400, 1/80 Sek, f 5.6, ISO 1000, Einbeinstativ.


Eine weitere Rehgeiß trotzt dem Regen. Fujifilm X-T2 mit Fujifilm XF 100-400, 1/80 Sek, f 5.6, ISO 800, Einbeinstativ.


Zu guter Letzt, starkes Tauwetter an der Badenburg am 31. Januar 2017. Fujifilm X-T2 mit Fujifilm XF 100-400, 1/80 Sek, f 5.6, ISO 640, Einbeinstativ.

Alle Bilder sind mit einer Fuji-X Systemkamera von den ausgewiesenen Wegen im Schlosspark aufgenommen worden. Beim Fotografieren von Wildtieren achte ich stets darauf, diese nicht zu stören. Wer Rehwild im Nymphenburger Schlosspark beobachten möchte, sollte seine Aufmerksamkeit dem Unterholz widmen. Es gibt keine Regel, wo sich die Rehe zu welcher Tages- oder Jahreszeit aufhalten. Grundsätzlich kann man überall im Schlosspark auf Rehe treffen, häufig sogar direkt am Schloss unweit des Prinzengarten. Den dort lebenden Rehbock habe ich auf den Namen "Residenzbock" getauft, da er sich häufig in unmittelbarer Nachbarschaft zum "Residenzkauz" (Kenner wissen Bescheid) aufhält.

Ich freue mich auf Ihr Feedback zu meinem neuen Blog. Eine Fortsetzung zum "Rehwild im Nymphenburger Schlosspark" erfolgt in regelmäßigen Abständen.

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© 2019 by Marco Schütte | Fotografie | München

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