• Marco Schütte

Mit der Kamera (Fujifilm X-Pro2) zur "Steinbockkolonie Justistal" im Berner Oberland in de



Mittelalter Steinbock im letzten Sonnenlicht, Fujifilm X-Pro2 mit Fuji XF100-400, 1/500 Sek, f 6.4, ISO 200.

Rund 45.000 Steinböcke (Capra Ibex) leben heute in den Alpen, 300 bis 400 davon in Deutschland. Der Ende des 19. Jahrhunderts fast vollständig erloschene Bestand hat sich Dank zahlreicher Wiederansiedlungsprojekten alpenweit wieder sehr gut erholt. Nur der Weitsicht des Hauses Savoyen ist es zu Verdanken, dass der Steinbock im Jagdgebiet des Königs Viktor Emanuel II. am Gran Paradiso unter Schutz gestellt wurde. Lediglich 100 Tiere sollen überlebt haben. Wilderer waren es, welche einige Exemplare entführten und andernorts wieder aussetzten.


Flehmender Steinbock, Fujifilm X-Pro2 mit Fuji XF100-400, 1/250 Sek, f 6.4, ISO 200.

Die Steinwildkolonie oberhalb des Justistal im Berner Oberland wurde 1949/50 neu angesiedelt. Einige wenige Tiere wurden vom Niederhorn aus in Richtung Güggisgrat in Freiheit entlassen. Heute besiedeln ca. 80 Stück Steinwild, bestehend aus Steinböcken, Steingeißen und Kitzen die Gegend vom Niederhorn über das Gemmenalphorn bis zu den Sieben Hengsten. 2005 wurde zwei in Gefangenschaft aufgezogene Steingeißen zur Blutauffrischung ausgesetzt. Bis heute zeigen diese Geißen keine große Scheu vor Menschen und lassen sich bisweilen auf sehr kurze Distanz beobachten und fotografieren.


Ältere Gamsgeiß, Fujifilm X-Pro2 mit Fuji XF100-400, 1/125 Sek, f 6.4, ISO 320.

Das Steinwild ist sehr gesellig und lebt in Rudeln nach Geschlechtern getrennt. Nur zur Paarungszeit im Dezember / Januar lösen sich die Steinbockrudel auf und es kommt zuweilen zu erbitterten Kämpfen um die Geißen.


SteingeißFlehmender Steinbock, Fuji X-Pro2 mit Fujifilm XF100-400, 1/250 Sek, f 5.4, ISO 200.


Frühmorgendlicher Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau

Die Steinböcke sind an dass rauhe Leben im Hochgebirge angepasst. Ihr Lebensraum liegt oberhalb der Waldgrenze bis auf Höhen von 3.800 Metern über dem Meeresspiegel, bevorzugt in felsigen Regionen. Sie gelten als absolute Kletterspezialisten, die vor keiner Felswand halt machen. Lediglich hohe Schneelagen können den Populationen arg zusetzen, da das Steinwild Mühe hat, durch hohen Schnee zu ziehen. Im Winter hält es sich daher bevorzugt an vom Wind schneefrei gehaltenen Stellen auf, wo es zudem genügend Nahrung findet.


Zwei Steinböcke auf Felsgrat

Am Niederhorn lässt sich nicht nur Steinwild beobachten. Mit etwas Glück begegnet man in ruhigen Ecken auch Gamswild, Rehwild und Rotwild. Alpenschneehühner lassen sich fast immer sehen.


Alpenschneehuhn

Wie überall in den Alpen gibt es leider keine Schönwettergarantie. Als ich bei den Steinböcken am Niederhorn zu Besuch war, herrschte überwiegend dichter Nebel und das Wild war schwer zu finden. Aber auch bei schlechter Wetterlage lasse sich sehr stimmungsvolle Fotos erzeugen.


Älterer Steinbock im Nebel

Alle Fotos aus dieser Serie wurden mit einer Fuji X-Pro2 fotografiert. Dabei kam aufgrund der Entfernungen primär das Objektiv Fuji XF 100-400 zum Einsatz. Die Bilder wurden anschließend mit Adobe Lightroom entwickelt.


Jungtruppe von Steinböcken


Über unseren Köpfen, zwei Steinböcke auf Felswand


Steingeiß vor Alpenkulisse


Zwei junge Steinböcke lassen sich von einer Gams nicht stören.


Älterer Steinbock.


Steinbock vor Nordwand des Niederhorn.


Ein Steinbock genießt den Blick auf das Jungfraumassiv.


Eine der ausgesetzten Steingeißen zur Blutauffrischung. Die ausgesetzten Stücke lassen uns Menschen mitunter auf sehr nahe Distanz heran.


Alpendohle vor dem Niederhorn.


Junger Steinbock bei Sonnenuntergang.


Sonnenuntergang vom Güggisgrat.


Steingeiß im allerletzten Sonnenlicht.

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© 2019 by Marco Schütte | Fotografie | München

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