• Marco Schütte

Das Rehwild im Nymphenburger Schlosspark im Frühling (Rehwild in München Teil IV).



Mittelalter Rehbock am Ochsweg.

Die Witterung im Frühjahr 2017 war von extremen Gegensätzen geprägt. Während der März deutlich zu warm und ohne Schneetage in München daherkam, war die zweite Hälfte des April spätwinterlich geprägt. Es kam bis Ende des Monats noch an mehreren Tagen zu einer Schneedecke.

Entsprechend reichhaltig war das Nahrungsangebot für die Rehe im Nymphenburger Schlosspark bereits im März, was zu einer deutlich erhöhten Aktivität und Sichtbarkeit führte, die aber abrupt durch die Wintereinbrüche und die dieses Jahr bereits Wochen früher geschlossene Vegetation beendet wurde.


Alter Rehbock am Dörfchen.

Die älteren Böcke hatten bereits Mitte März verfegt, bis Ende April waren mit Ausnahmen einiger Jährlinge alle Gehörne der Rehböcke blank.

Insgesamt konnte ich aufgrund der schlechteren Sichtbarkeit wesentlich weniger unterschiedliche Rehböcke als noch zu Anfang des Jahres bestätigen. Bereits im letzten Jahr gab es Böcke, die sich mir nur ein einziges mal gezeigt haben und sich anschließend sehr gut zu verstecken wussten.


Mittelalter Rehbock am Bienenstock.


Ricke in der Mittagssonne.


Junger Rehbock am Rande des Löwentals.


Ricke bzw. Rehgeiß.

Die nächsten drei Bilder sind innerhalb von drei Tagen entstanden und zeigen, wie schnell sich ein Rehbock von seinem Bastgehörn (bezeichnet als "Fegen") befreit. Das vierte Bild zeigt das vollendete Gehörn 10 Tage später. Bei dem Bock handelt es sich um den "Residenzbock", der sein Revier in unmittelbarer Nähe zum Schloss hat.


Der Residenzbock am 3. April 2017, die Basthaut umschließt noch das gesamte Gehörn.


Der Residenzbock am 4. April 2017, die Basthaut hängt in Fetzen vom Gehörn herunter, welches blutrot leuchtet. Der Bock hat in der Nacht zuvor verfegt.


Der Residenzbock am 5. April 2017, die restliche Basthaut trocknet ein und schimmert goldgelb.


Der Residenzbock am 13. April 2017, mit einem vollständig verfegten Gehörn.


Plätzstelle im Nymphenburger Schlosspark. Durch Scharren mit den Vorderläufen markieren die Rehböcke ihr Revier. Solche Plätzstellen sind häufig im Schlosspark anzutreffen und zeugen von der Anwesenheit von Rehböcken.


Junger Rehbock im Löwental.


Alter Rehbock an der Zuccalistraße.


Rehgeiß im Stangenholz.


Knopfbock (Jährling) am Bienenstock.


Alter Rehbock am Bieberteich.


Mittelalter Rehbock am Ochsweg.


Rehbock bei der Körperpflege.


Rehgeiß ruht im Bestand.


Abnormer Rehbock an der Badenburg.


Wintereinbruch Ende April im Nymphenburger Schlosspark. Die belaubten Buchen biegen sich durch die Schneelast bis auf den Boden und versperren viele Wege.

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© 2019 by Marco Schütte | Fotografie | München

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